Maria Pechstein

Pfronten

maria.pechstein@posteo.de

Kunst ist für mich eine wichtige Ausdrucksform. In künstlerischen Arbeiten greife ich meist sozial- und umweltpolitische Themen auf, um diese zu bearbeiten und zu visualisieren. Soziale Missstände und Ungerechtigkeiten riefen bereits im Kindesalter das starke Gefühl in mir hervor, handeln zu müssen. Kunst bietet mir die Möglichkeit, auf meine mir eigene Weise diesen Wunsch in die Realität umzusetzen. Ich möchte Menschen dazu anzuregen, alte, eingebrannte Denkmuster, mit denen wir als Gesellschaft sozialisiert sind, zu hinterfragen und neue Sichtweisen zu etablieren.

 

Eine wichtige Rolle in meiner Arbeit spielt der Werkstoff Glas. Die Ausführung in Glas erfordert Präzision und Ausdauer. Oft wird das Material mit glänzenden und scheinenden Oberflächen in Verbindung gebracht. Viele Skulpturen in Glas haben feuerpolierte oder mechanisch polierte Flächen. Dieses Erscheinungsbild hat durchaus seine Reize, mich interessiert jedoch vorwiegend die Kombination aus Strukturen und matten Oberflächen, die in Verbindung mit verschiedenen Lichtquellen, variantenreiche und ausdrucksstarke Wirkungen erzielen. Gelegentlich setze ich durch polierte Flächen Akzente. Ich beschäftige mich sowohl mit figurativen, als auch mit abstrakten Ausdrucksformen. Dabei erarbeite ich mir, entlang der Thematik eines Werkzyklus, eine jeweilige Formensprache, die Inhalte und Intention zu transportieren vermag. 

 

Mit dem Material Glas stoße ich ab einem gewissen Punkt an die Grenzen des Machbaren. Diese kann ich mit Hilfe anderer Medien überwinden. Insbesondere das Arbeiten im digitalen Bereich durch Animationen, bietet mir neue Wege der Auseinandersetzung mit meinen gewählten Themen. Dabei ist mir eine gewisse Art von Zurückhaltung in meinen Arbeiten wichtig. Ich platziere gerne Inhalte und Aussagen, die erst durch intensive Betrachtung und Auseinandersetzung zum Vorschein kommen.